Die ganze Fülle deines Lebens

Sylvester Walch

Die ganze Fülle deines Lebens

Gebundene Ausgabe: 267 Seiten
Autor: Sylvester Walch
Verlag: Fischer & Gann
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3903072312
Neuerscheinung

> Buch bei Amazon bestellen
 

Buchempfehlungen:

Vom Ego zum Selbst. Grundlinien eines spirituellen Menschenbildes.
Dimensionen der menschlichen Seele. Holotropes Atmen und Transpersonale Psychologie.

Infos: Einzelseminare Holotropes Atmen


Eine Leserin schreibt:

„Die ganze Fülle deines Lebens“ – mein Favorit unter den Büchern von Sylvester Walch! Stets griffbereit auf dem Sofa ist es mein Begleiter in kurzen Ruhepausen, motiviert aber auch zum längeren Verweilen darin. Entspannend, reich an Bildern, humorvoll, berührend, stets in die Tiefe grabend und zum inneren Selbst weisend, setzt es sanft klare Impulse. Ich fühle mich weder belehrt noch therapiert, weder behandelt noch manipuliert. Die innere Mitte fühlt sich angesprochen, atmet durch. Schattenbereiche werden angegangen, doch Widerstände bauen sich nicht auf – zu respekt- und verständnisvoll, warmherzig, mitfühlend, ja befreiend ist der Grundtenor. Die geschriebenen Worte leben. Ihnen wohnt noch deutlich der Klang der gesprochenen Worte inne, die dem Ort entspringen, den die Sehnsucht sucht. Gleichsam beseelt mit der Kraft von Stimmgabeln regen sie zur Feinabstimmung des inneren Instruments an und laden zum Mitschwingen ein. Ein beruhigendes, heilsames, beflügelndes, und – das wage ich zu sagen - beglückendes Buch!

Die ganze Fülle deines Lebens - Leseprobe und Inhaltsangabe:

Was ist unser Schicksal?


Das, was wir in einem freieren Sinne unter Schicksal verstehen, lässt sich nicht ganz mit unserem persönlichen herkömmlichen Verständnis davon vergleichen, da es unser alltägliches Fassungsvermögen überschreitet. An der Schnittstelle zwischen Personalem, Transpersonalem und Spirituellem können wir manche Dinge vielleicht besser verstehen und einordnen, wenn wir diesen größeren Bezug in der Sicht auf Lebensverläufe und Lebensereignisse mit anwenden. Ich glaube, dass jeder von uns Ereignisse oder Erfahrungen kennt, bei denen man das Gefühl oder den Eindruck hat, man könne es besser verstehen oder annehmen, wenn man diese größere Perspektive mit einbezieht.

Manchmal, wenn wir Lebensabläufe rückblickend betrachten, wird uns das eine oder andere klar, weshalb etwas sich so und nicht anders ereignet hat. Natürlich ist es nicht ganz einfach, wenn wir in eine unerwartete schwierige Situation hineingeraten, möglicherweise einen schwerwiegenden Lebenseinschnitt zu bewältigen haben, der uns all unsere Kraft kostet. In diesem Moment ist es nicht ganz so leicht herauszuspüren, was das für uns bedeuten könnte, und den Blick von der Zentrierung auf das damit verbundene Leiden wegzunehmen – und uns dafür zu öffnen, was im Grund daran mitwirkt, dass wir in diese Situation gestellt sind. Ich halte nichts davon, alles als Karma, als Schicksal zu betrachten, in dem die Beteiligung unserer Person sozusagen hinweggefegt wird und wir nur noch den Dingen ausgeliefert sind, fatalistisch, schicksalsergebender Dinge zu harren haben.

Für mich ist das Schicksal erstens mit einem größeren Sinnzusammenhang verbunden: Wenn wir tiefer blicken, können wir vielleicht mehr von dem entdecken, was es für unser gesamtes Leben oder einen Lebensabschnitt für eine Bedeutung haben könnte.

Und zweitens ist Schicksal nicht unbedingt mit einer eindeutigen Wertung verknüpft. Genau das tun wir in der Regel aber. Wenn wir von Schicksalsschlag sprechen oder davon, dass das Schicksal in das Leben eingegriffen hat, dann gehen wir meistens davon aus, dass es etwas ist, das uns behindert, uns Leid bringt und uns möglicherweise schädigen könnte. Und ich glaube, es hat sich so eingebürgert, dass wir diese negative Sicht automatisch damit verknüpfen. Es ist wichtig, sich davon zu befreien.

Wir sollten einfach auch mit einbeziehen, dass wir in unserem individuellen Leben – wenn wir es nur beschränken auf unseren überschaubaren biografischen Entwurf –, natürlich das eine oder andere nicht verstehen können oder als Zufall betrachten. Wichtig ist deshalb das, was wir hier immer wieder praktizieren: Wir versuchen, unsere Person im Kontext des größeren Ganzen zu begreifen, auch wenn wir das größere Ganze kraft seiner Definition, dass es uns übersteigt, dass es unser Fassungsvermögen sprengt, natürlich nicht hinreichend werden deuten können. Aber wir können den Bezug dazu herstellen.

Spiritualität meint nichts anderes, als von einer übergeordneten Wirklichkeit auszugehen und dass wir in der Lage sind, durch Übungen, durch bestimmte Haltungen und Einstellungen mit dieser größeren Wirklichkeit auch in Beziehung zu treten. ...


Woher kommt die Intuition?


Intuitive Informationen
schöpfen wir aus einem Bereich, der größer ist als der Bereich, der uns gewöhnlich persönlich zur Verfügung steht. Jetzt gibt es unterschiedliche Wahrnehmungskanäle dorthin. Das kann über das Hören, das Sehen, das Spüren gehen, manchmal auch alles zusammen. Manchmal ist es auch ein Bild, ein Satz oder ein Gedanke, der plötzlich auftaucht. Wie wir intuitiv wahrnehmen, hängt durchaus mit unserer ganz persönlichen Entwicklungsgeschichte zusammen.

Dennoch ist es möglich, auch andere Sinneskanäle dafür zu sensibilisieren. Wenn du einmal eine Intuition in Form eines dir eingegebenen Satzes hast und vielleicht auch Spürbewusstsein daran beteiligt ist und du dir dann Zeit nimmst, bewusst nachzuschauen,ob auch ein Bild dazu auftaucht, dann kann es sein, dass auch diese Ebene aktiviert wird. Wir müssen uns das so vorstellen: Die Informationen sind grundsätzlich vorhanden, wir greifen über irgendeinen Kanal auf sie zu, nehmen etwas davon an uns. Der gewonnene Inhalt repräsentiert sich dann durch die uns zugängliche Form der Wahrnehmung.

Ein Beispiel: Wenn jemand spricht und ich mache eine Intervention, dann kann es manchmal sein, dass ich einen Satz innerlich höre. Neben all dem, was bei mir an Erfahrungen mit der Zeit sich entwickelt hat, gibt es dann plötzlich etwas, das mich manchmal verwundert, weil es nicht in den Kontext dessen passt, was ich eigentlich vorgehabt hätte. Und in der Regel folge ich dem dann. Das kann auch ein Bild sein, das plötzlich auf meinem Bewusstseinsschirm erscheint. Aber es kann sich in ganz unterschiedlicher Weise zeigen, und es ist wichtig, dass wir dem dann auch Raum geben. Manchmal ist es auch gut, innezuhalten und nachzuspüren, ob es auch für mich stimmig ist. Es ist aber wichtig, sich dafür zu öffnen, weil es ganz wertvolle Informationen sind, die uns zur Verfügung stehen. Und sie schleichen sich in einer Weise durch unsere Widerstände hindurch ins Bewusstsein und sind dann plötzlich präsent. Die Intuition greift tiefer, als wir greifen können, umfasst mehr, als wir umfassen können, und ist größer, als wir als Person sind.

Intuition bedient sich der inneren Strukturen und Erfassungskapazitäten. Deshalb ist es wichtig, diese zu weiten und die generelle Durchlässigkeit zu erhöhen. Die Verfeinerung des Spürbewusstseins, die Fähigkeit, sein Herz zu öffnen und sich dem Leben anzuvertrauen, sollten deshalb durch regelmäßige Übungen immer wieder befördert werden, d.h. sich anzuvertrauen, sein Herz zu öffnen. Meditation, Kontemplation und auch andere spirituelle Übungen entfalten ihr Potenzial gerade dadurch, dass sie wiederholt werden. Sie dienen dazu, uns transparenter zu machen für die Informationen, für die Zustände und Formen, die aus dem gesamtkollektiven Bereich kommen und uns zur Verfügung stehen. Ähnlich ist es in Atemsitzungen. Manchmal taucht etwas auf, das jemanden ganz fremd anmutet. Ich sage immer: ....



INHALT zum Buch "Die ganze Fülle deines Lebens"

VORWORT

WER BIN ICH WIRKLICH?

Die Frage nach dem Selbst | 12
Das transpersonale Selbst – die Innere Weisheit | 15
Ein Zugang zu sich selbst | 18
Entwicklung ist immer möglich | 24
Unser Wissen ist begrenzt | 28
Gnädig mit uns selber sein | 30
Einverstanden sein mit dem, was ist | 33
Übung: Wo stehe ich auf meinem Weg? | 36
Ein Tor zu deiner Seele | 42
 

SICH BEFREIEN UND GANZ WERDEN

Bewertungen loslassen | 46
Vertrauen ins Erleben haben | 49
Spiritualität als Lebensgrundlage | 51
Der Umgang mit dem Körper | 56
Loslassen | 58
Ein spiritueller Weg ist harte Arbeit | 62
Warum meditieren? | 65
Übung: Mein Atem und mein Herz | 68
 

SICH SELBST ANNEHMEN

Die dunkle Seite in uns | 72
Die Bedeutung des Schattens | 74
Mitgefühl mit mir selbst | 78
Das Ja ist der Schlüssel | 81
Übung: Meine Schattenseiten | 83
Übung: Wenn das Licht in den Schatten kommt | 88
Belastete Begriffe | 91
Angst vor dem Neuen | 96
Übung: Loslassen üben | 98
Du bist einzigartig | 103
 

GEH VORAN UND BLEIBE DABEI

Wenn du es eilig hast, setze dich nieder | 108
Die Phasen der Meditation | 112
Übung: Sich bewusst entscheiden | 115
Ein gesundes Ich | 118
Was bedeutet Ego? | 121
Der erste Schritt zur Veränderung | 125
Die innere Stimme – der Kompass in dir | 128
Übung: Welche der Stimmen ist die richtige? | 132
Die eigene Erfahrung zählt | 135
Die andere Dimension | 137
 

UNSER SCHICKSAL BEJAHEN UND UNSERE LEBENSAUFGABE FINDEN

Die Suche nach dem Funken | 144
Einen zweiten Blick wagen | 148
Was ist unser Schicksal? | 151
Eine Hypothek in Kapital verwandeln | 155
Die Selbstheilungskräfte in dir | 161
Übung: Was ist meine Lebensaufgabe? | 168
Vertraue dem Leben! | 173
Übung: Sich dem Vertrauen hingeben | 176
Kontemplation als Entscheidungshilfe | 180
Übung: Der Ritus der Kontemplation | 184
 

DIE FÜLLE DEINES LEBENS

Wir sterben, wie wir gelebt haben | 190
Lass Altes hinter dir | 194
Stirb und werde! | 198
Übung: Im Leben sterben lernen | 202
Das erlösende Moment der Gegenwärtigkeit | 208
Übung: Ich bin nicht nur das, ich bin nicht nur das | 214
Übung: Ich bin das, und dann lasse ich wieder los | 216
Der Körper als Instrument | 220
Woher kommt Intuition? | 224
Übung: Auf meine innere Stimme hören | 227
 

DURCHLÄSSIG WERDEN UND VERÄNDERUNGEN ZULASSEN

Das All-Eine oder das Göttliche | 232
Man sehnt sich nur nach dem, was man schon erfahren hat | 236
Übung: Durchlässig werden | 239
Meditation – eine schwierige Übung | 244
Angst vor Auflösung | 247
Meditation braucht Disziplin | 249
Veränderung bringt auch Konflikte | 252
Karma | 254
Lehnst du einen Menschen ab, lehnst du dich ab | 258
Warum Mitgefühl? | 261

ANMERKUNG
LITERATUR