Arbeiten mit veränderten Bewusstseinszuständen

Wer eine leitende Position bekleidet, leistet einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung von Menschen und sozialen Systemen. Gleichzeitig sind Verantwortungsträger und Führungskräfte durch rasche Veränderungen und wirtschaftliche Instabilitäten einem enormen Druck ausgesetzt, weil oft in komplexen Sachverhalten schnelle Lösungen verlangt werden. Zudem können Konkurrenzzwang und verdeckte Dissonanzen das innere Gleichgewicht stören. Wer aber alte Handlungsmuster loslässt, sich für zukunftsorientierte Denkweisen, einfühlendes Verstehen und tiefere Ebenen des Seins öffnet, wird aus schwierigen Situationen gestärkt hervorgehen und neue Wege entdecken.

Im Seminar "Entfaltung der Inneren Weisheit" werden, mit Hilfe von erweiterten Bewusstseinszuständen durch holotropes Atmen unbewusste Wirkmechanismen erkannt, einengende Lebensstrategien aufgelöst und brachliegende kreative Potenziale erschlossen. Der dadurch verbesserte Zugang zur Intuition erleichtert den Umgang mit Entscheidungen und beruflichen Herausforderungen. Im Kontakt mit dem Selbst wird die Kraft der Inneren Weisheit auch die Wirksamkeit des eigenen Bewusstseins auf kollektive Prozessabläufe erhöhen. So kann sich natürliches Charisma entfalten. In meditativen Übungen und Gruppengesprächen werden die gewonnenen Einsichten weiter integriert sowie Vertrauen, Flexibilität und Gelassenheit im Führungsalltag nachhaltig gefördert.


Teilnehmerstimmen
Führen mit der Kraft der inneren Weisheit mit Dr. Sylvester Walch

 »Ausgezeichneter Trainer und Vorbild; hervorragendes und für meine Persönlichkeitsentwicklung sehr wichtiges Seminar.«

Inhalt

  • Einführung in die Übungspraxis der Meditation
  • Loslassen von einengenden Konzepten
  • Erfahrung der »Inneren Weisheit«
  • Zugänge zur spirituellen Natur des Menschseins
  • Achtsamkeit im Umgang mit sich selbst und anderen

Organisatorisches

Für Herbst 2016 ist wieder ein Seminar mit holotropen Atmen (Arbeit mit veränderten Bewusstseinszuständen) geplant. Fragen oder Voranmeldungen bitte per Email an mich senden.

Nächste Seminare für Führungskräfte in der Managementakademie Schloss Lautrach. Seminarbeschreibung, Organisation und Anmeldeformulare sind institutsintern verfügbar.

Vertiefende Literatur zum Thema Innere Weisheit des Selbst und holotropes Atmen!

Informer Coverstory

Interview mit Dr. Sylvester Walch in der Zeitschrift Informer zum Thema "Wirtschaft und Spiritualität"

Brauchen wir Spiritualität in der Wirtschaft?

Gerade die derzeitige globale Situation, die von unvorhersehbaren Instabilitäten geprägt ist, lehrt uns, dass ein „Mehr vom Alten“ nicht weiterhilft. Der erste Schritt muss daher sein, alte Gewohnheiten loszulassen und innezuhalten. Dann können wir erkennen, dass im tiefsten Kern unseres Wesens eine ganz besondere Kraft wirkt, die uns kreativ und weise durch Krisen führen kann. Wenn wir uns dieser inneren Weisheit anvertrauen, können wir uns besser in größere Zusammenhänge einfühlen und trauen uns langfristige Visionen zu entwickeln. Im Vordergrund sollen daher nicht an wechselnden Stimmungen orientierte, kurzfristige Effekte stehen, sondern langfristige Erfolge, die zu einer Erhöhung der Lebensqualität aller führen. Ich glaube, dass wir in Politik und Wirtschaft gut beraten sind, uns daran auszurichten. Deshalb ist Spiritualität in der Wirtschaft nicht nur wichtig, sondern sogar überlebensnotwendig.

 

Beim Wort Spiritualität entstehen die verschiedensten Bilder im Kopf. Könnten sie, um einen gemeinsamen Startpunkt zu finden, unseren Lesern Ihre Definition von Spiritualität erklären?

Mit dem Begriff Spiritualität ist die Annahme verbunden, dass alle Aspekte des Lebens von einem größeren Ganzen, dem sogenannten All-Einen, getragen und durchdrungen ist. Dieses „Etwas“ oder „Mehr“, das hinter allem liegt, kann persönlich erfahren werden, wenn man bereit ist, sich dafür zu öffnen und sich auf den Weg der Selbstfindung zu begeben. Wer sich also mit Spiritualität befasst, sucht nach einem tieferen Sinn im Leben. Man beginnt sich zu fragen „Wer bin ich wirklich?“, „Wie kann ich größere Zufriedenheit und wirkliches Glück finden?“ oder „Weshalb muss gerade ich so schwere Zeiten durchleben?

Diese Themen tauchen nicht nur dann auf, wenn wir schwere Schicksalsschläge zu verkraften haben oder ausgebrannt sind, sondern sie beschäftigen interessanterweise auch Menschen, die alles haben und oberflächlich als glücklich gelten. Also auch jene, die im Beruf erfolgreich sind, viele Freunde haben und materiell abgesichert sind. In einer Krise, meistens in der Mitte des Lebens (Midlife-Crisis), entsteht aus der selbstzufriedenen Bilanz „alles erreicht zu haben“ häufig eine innere Unruhe „das kann doch nicht alles gewesen sein“.

Wenn dieser Hinweis ernst genommen wird, entwickelt sich daraus eine Sehnsucht nach einer größeren Dimension im Leben. Das ist der Zeitpunkt, an dem sich Menschen oft für Spiritualität interessieren. Es geht also um eine Selbsttranszendenz, um ein Tiefergehen und um eine geistige Lebensqualität. Und wie können wir diese finden? Wenn wir innehalten und zur Ruhe kommen.

Deshalb sind sich die, nach Kulturtraditionen je unterschiedlichen, spirituellen Lehrer in folgendem Punkt einig: Wenn ich dem Größeren in mir auf die Spur kommen und erkennen will, wer ich wirklich bin, muss ich beginnen, still zu werden und nach innen zu hören. In unserem tiefsten Innersten können wir einer Weisheit begegnen, unserem tiefsten Selbst, das alle Grenzen sprengt. Deshalb stehen meditative Techniken häufig im Mittelpunkt der spirituellen Richtungen. Dadurch werden wir durchlässiger für das größere Ganze und achtsamer im Umgang mit sich, der Umwelt und der Schöpfung. Spiritualität fördert somit eine offenere, liebevollere und auf Dauer glücklichere Lebensperspektive.

Es geht also in der Spiritualität auch um eine Überwindung einer materialistisch verhafteten Sichtweise, in der nur der eigene Vorteil im Vordergrund steht. Da Spiritualität also vor allem mit persönlicher Erfahrung zu tun hat, hebt sie sich auch von den expliziten Religionsformen, die bestimmte Glaubenssätze vorgeben, ab. Gleichzeitig darf man aber Spiritualität auch nicht im Sinne einer weltabgewandten Haltung, in der nur die persönliche Selbstverwirklichung im Vordergrund steht, missverstehen. Sie hat immer auch das Ganze, alle Menschen und die Schöpfung im Blick. 

Download:
> Interview über Wirtschaft und Spiritualität (PDF)